HSE-Management bei einer Kraftwerkserweiterung

HSE-Management beim Bau eines Industrieschornsteins an einem KraftwerksstandortSymbolbild

Projekt auf einen Blick

Auftraggeber anonymisiert | Kraftwerks- und Industriebau | Höhen- und Montagearbeiten | HSE-Management und Sicherungsposten

Im Rahmen der Erweiterung eines bestehenden Kraftwerksstandorts in Baden-Württemberg wurde ein neuer Industrieschornstein in Segmentbauweise errichtet. Höhen-, Hebe- und Montagearbeiten sowie wechselnde Arbeitsbedingungen machten eine durchgängige sicherheitsbezogene Begleitung des ausführenden Fachgewerks erforderlich.

Schildwall begleitete die zwölfmonatige Bauphase mit einem HSE-Manager und zwei Sicherungsposten. Der HSE-Manager koordinierte die sicherheitsbezogenen Schnittstellen zwischen Fachgewerk, Bauherr, Bauleitung und Standortorganisation. Die Sicherungsposten überwachten Arbeiten unter Atemschutz, Heißarbeiten und Tätigkeiten in beengten Arbeitsumgebungen.

12 Monate
durchgängige HSE-Begleitung
1 HSE-Manager
feste HSE-Schnittstelle im Projekt
2 Sicherungsposten
operative Präsenz vor Ort
komplexe Arbeiten
Höhen-, Hebe-, Montage- und Heißarbeiten

Projektstruktur

Ausgangslage

Der neue Industrieschornstein wurde innerhalb eines bestehenden Kraftwerksstandorts errichtet. Das ausführende Fachgewerk führte die Bau- und Montagearbeiten abschnittsweise aus: Bauteile wurden vorbereitet, angehoben, positioniert und in zunehmender Höhe zusammengefügt.

Mit jedem Montageschritt veränderten sich Arbeitsplätze, Absturzkanten, Anschlagpunkte, Kranbereiche und Zugänge. Zum Arbeitsumfang gehörten Höhenarbeiten mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz, anspruchsvolle Hebe- und Montagevorgänge, Schweiß- und Heißarbeiten sowie Arbeiten unter Atemschutz und in beengten Arbeitsumgebungen.

Gleichzeitig waren die Betriebs- und Sicherheitsanforderungen des Kraftwerksstandorts sowie die Vorgaben des Bauherrn in die Ausführung des Fachgewerks zu integrieren.

Herausforderungen

Die HSE-Begleitung musste mit dem fortschreitenden Bauzustand Schritt halten. Höhenarbeitsplätze, Rettungsmöglichkeiten, Sperrbereiche und Kranbewegungen waren fortlaufend neu zu bewerten und die erforderlichen Schutzmaßnahmen auf die jeweils anstehenden Montageschritte auszurichten.

Hinzu kam die Abstimmung zwischen den Arbeitsverfahren des Fachgewerks und den standortweiten Anforderungen. Vorgaben aus Freigaben, Baustellenordnungen und Sicherheitsabstimmungen mussten eindeutig in die operative Ausführung übertragen werden.

Unser Beitrag

Der HSE-Manager von Schildwall begleitete das Fachgewerk über die gesamte zwölfmonatige Projektlaufzeit.

Er prüfte Gefährdungsbeurteilungen und Arbeitsverfahren, führte regelmäßige Begehungen durch und beriet die verantwortlichen Führungskräfte bei der Festlegung und Anpassung geeigneter Schutzmaßnahmen.

Als zentrale HSE-Schnittstelle bündelte er die Abstimmungen mit Bauherr, Bauleitung und Standortorganisation. Festgestellte Abweichungen und vereinbarte Maßnahmen wurden dokumentiert, adressiert und bis zur Umsetzung nachverfolgt.

Zwei Sicherungsposten ergänzten die HSE-Begleitung durch operative Präsenz in den jeweiligen Einsatzbereichen.

Leistungen im Projekt

  • Projektbezogenes HSE-Management für das ausführende Schornsteinbau-Fachgewerk
  • Koordination der HSE-Schnittstellen zu Bauherr, Bauleitung und Standortorganisation
  • Prüfung von Gefährdungsbeurteilungen und Arbeitsverfahren
  • Regelmäßige Begehungen und Sicherheitsabstimmungen
  • Begleitung von Höhen-, Hebe-, Montage-, Schweiß- und Heißarbeiten
  • Kontrolle der Einsatzbedingungen für persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz
  • Einsatz von zwei Sicherungsposten in sicherheitskritischen Arbeitsbereichen
  • Dokumentation von Abweichungen und Nachverfolgung vereinbarter Maßnahmen

Die Wirkung im Projekt

Über den gesamten zwölfmonatigen Einsatz blieben die von Schildwall begleiteten Arbeitsbereiche ohne schweren Arbeitsunfall. Sicherheitsmängel in diesen Bereichen führten weder zu Baustopps noch zu Terminverzögerungen.

Das Fachgewerk verfügte über eine feste HSE-Ansprechperson, die seine Arbeitsverfahren ebenso verstand wie die Anforderungen des Kraftwerksstandorts. Veränderungen im Bauablauf und zusätzliche Schutzanforderungen konnten dadurch unmittelbar aufgenommen und in die weitere Ausführung integriert werden.

Branchenanforderungen

HSE-Management im Kraftwerks- und Anlagenbau

Beim Bau, Umbau und der Erweiterung von Kraftwerks- und Industrieanlagen treffen technische Montageabläufe auf Betreiberanforderungen, standortspezifische Freigaben und häufig mehrere gleichzeitig arbeitende Unternehmen. Für das HSE-Management ist deshalb entscheidend, Gefährdungsbeurteilungen und Arbeitsverfahren mit dem tatsächlichen Bauzustand abzugleichen und die Schnittstellen zwischen Bauleitung, Fachgewerken, Betreiber und HSE-Organisation eindeutig zu regeln.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern im Kraftwerks- und Anlagenbau unter anderem Höhenarbeiten, Hebe- und Kranvorgänge, Segment- und Stahlbaumontagen, Heißarbeiten sowie Tätigkeiten unter Atemschutz oder in beengten Arbeitsbereichen. Arbeitsplätze, Anschlagpunkte, Sperrzonen, Zugänge und Rettungswege können sich mit jedem Montageschritt verändern. HSE-Manager begleiten diese Dynamik durch Sicherheitsbegehungen, fachliche Abstimmungen, die Prüfung vorgesehener Schutzmaßnahmen und die konsequente Nachverfolgung von Abweichungen.

Wirksame Arbeitssicherheit entsteht dabei nicht durch eine isolierte Einzelmaßnahme. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus belastbarer Arbeitsvorbereitung, klaren Freigabe- und Kommunikationswegen, koordinierten Parallelaktivitäten sowie einer HSE-Präsenz, die Veränderungen früh erkennt und in den Projektablauf zurückführt.

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